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Innovationskraft im Mittelstand lässt weiter nach

04.12.2015
Innovationskraft

KfW-Innovationsbericht Mittelstand 2015 dokumentiert Innovationsstau

Die Innovationstätigkeit des deutschen Mittelstands lässt im dritten Jahr in Folge nach. Lediglich 28 Prozent der kleinen und mittleren Firmen investierten zuletzt noch in innovative Produkte oder Prozesse, wie der KfW-Innovationsbericht Mittelstand 2015 belegt. Der Anteil mittelständischer Innovatoren ist damit aktuell sogar niedriger als in den stark von der Finanzkrise beeinflussten Jahren 2007-2009. Der KfW-Innovationsbericht bezieht sich auf die Innovationstätigkeit in den Jahren 2011-2013 – dies sind die neuesten verfügbaren repräsentativen Daten. Besonders zurückgegangen sind dabei Produktinnovationen, einen leichten Rücklauf gibt es bei den Prozessinnovationen zu verzeichnen.

Mit dem Rückzug aus Innovationen vergeben die kleinen und mittleren Unternehmen Chancen, ihren Unternehmenserfolg positiv zu beeinflussen. Laut der KfW-Studie wachsen Umsätze und Beschäftigtenzahl in innovativen mittelständischen Unternehmen um rund zwei Fünftel schneller als in Unternehmen, die keine Produkt- oder Prozessinnovationen anstrengen. Ihre Umsatzrendite steigt innerhalb von zwei Jahren um sieben Prozent gegenüber derjenigen nicht-innovativer Mittelständler.

„Der aktuelle KfW-Innovationsbericht belegt: Der Mittelstand läuft Gefahr, durch den aktuellen Investitionsstau seine Innovationskraft zu verlieren. Das wirkt sich nicht nur auf die nachfolgenden Generationen aus, sondern auch auf die gesamte Wertschöpfungskette und auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft“, so Jennifer Reckow, Geschäftsführerin der processline GmbH.

Laut KfW-Analyse gibt es derzeit nur noch rund eine Million innovativ tätige kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland. 51.000 Betriebe haben sich gegenüber der letzten Untersuchungsperiode aus der Innovationstätigkeit verabschiedet. Der Rückgang hat unterschiedliche Auslöser: Ein wesentlicher ist der anhaltende konjunkturelle Stillstand in Europa. Vor allem ansonsten hochinnovative mittelständische Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe (z. B. intensiv Forschung und Entwicklung betreibende Betriebe aus Maschinenbau, Elektrotechnik oder Pharmaindustrie) sowie große und international tätige Mittelständler haben sich zurückgezogen, weil das gesamtwirtschaftliche Umfeld eine Platzierung ihrer Innovationen bremst.

„Innovation bedeutet auch für den Unternehmer, die eigene Organisation zukunftsorientiert zu gestalten und Innovationsmanagement als Unternehmenskultur zu pflegen. Dazu gehört auch, die Unternehmensorganisation selbst innovativ zu gestalten“, erklärt Jennifer Reckow.

Erfolgreich innovierende Unternehmen betrachten den Innovationsprozess ganzheitlich. Von der Motivation und dem Einsatz des einzelnen Mitarbeiters bis hin zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens haben alle Ebenen der Organisationsgestaltung Einfluss auf die Innovationskraft eines Unternehmens. Doch Innovation bedeutet auch, dass die eigentliche Organisationsform eines Unternehmens innovativ ist und sich auf einer fortgeschrittenen Entwicklungsstufe befindet. Denn damit Veränderungen stattfinden und zukünftig den Anforderungen von Arbeit 4.0 entsprechen können, sollte diese wesentliche Voraussetzung erfüllt sein.

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